Kölner Musiknacht

Derzeit steht die Vorbereitung der dritten CD von Lemke-Nendza-Hillmann im Mittelpunkt. Wir werden 14 neue Titel aufnehmen und so ist intensives gemeinsames und auch einsames Üben wesentlicher Lebensinhalt. Es werden Zoltan Lantos an der Violine und Mark Bassey an der Posaune unsere Gäste sein. Zunächst ist das Kölner Loft für 4 Tage unser bewährtes Studio. Dieser Teil der Session wird dann am 19.9 abgeschlossen mit einem Konzert auf der Kölner Musiknacht.

logo2009_200px.jpegAm 20.9 spielt das Trio dann im Rahmen des Viersener Jazzfestivals mit Christoph Hillmanns Grundschul-Kinderprojekt “Jazz - A melting pot”, um im direkten Anschluss zwei weitere Tage im Kölner Topaz-Studio zu verbringen.Mal schauen, ob wir nach dieser intensiven Woche noch miteinander sprechen… 

Es blogt kubanisch…

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Ein neuer Blogthing-Text ist on-line und handelt diesmal von kubanischen Reiseimpressionen.Besucher meiner Konzerte werden die Geschichten teilweise wieder erkennen.  

Willkommen auf….

…der Baustelle. In den nächsten Woche werde ich versuchen, meinen Blog wieder etwas “homepage-artiger” zu gestalten. Dazu kann links jetzt schon einige Buttons sehen, welche nach und nach mit Inhalten gefüllt werden. Als schon mehrfach als computer-slowhand-geoutetes Wesen, kann das bei mir etwas dauern. Aber ich bleibe dran. Und auch Rückblicke und Ausblicke werden wieder folgen.

Charlie Mariano

Habe heute erfahren, das Charlie Mariano mit 85 Jahren gestorben ist.  matucana3.jpg  Ein wunderbarer, vielfältiger Musiker mit einer gelebten eigenen Stimme und ein feiner, bescheidener Mensch mit einem guten Sinn für Humor (Charlies Antwort auf meine Erwähnung des Akkordes “F sharp major seven nine, sharp eleven” als Improvisationgrundlage: “that’s a long one!”). Ich hatte bei einigen Aufnahmen und einer Reihe von Konzerten die fantastische Gelegenheit, mit ihm zu spielen. Schon das Stimmen des Instruments war bei Charlie pure Musik. Weise, aber niemals alt, hatte er große Freude auch mit jungen Musikern zu arbeiten. Er liebte musikalische Herausforderungen und konnte auch in ungewohnter Umgebung seine Identität einbringen. Bei aller freundlicher Gelassenheit wusste er musikalisch genau, was er wollte und zögerte bisweilen nicht, bestimmte Klangvorstellungen nachdrücklich ein zu fordern. Mit Charlie verbinde ich auch eine bestimmte Haltung zur Musik, die stark mit der Suche nach eigenen Wegen verbunden ist. Gepaart mit einem Sound, der immer in Verbindung zu der großen Tradition des Jazz stand. Charlie Mariano hat viel an feinstem Klang hinterlassen und doch ist es traurig, ihn nicht mehr in dieser Welt spielend zu erleben. Aber vielleicht braucht Mingus in der größten aller Jazzbands doch wieder Charlies “tears of sound”.

Diese Woche…

….spielen wir am Dienstagabend mit Lemke-Nendza-Hillmann und unserem ungarischen Gast Zoltan Lantos auf den Hildener Jazztagen, am Mittwoch mit der neuen Formation “Anne Hartkamp Quintet” (Claudius Valk, Thomas Rückert, Oliver Rehmann) im Loft und Samstag Nacht mit dem Philipp van Endert Trio auf dem Festival in Den Haag. Donnerstag und Freitag wird dann noch die erste CD von Frau Hartkamps Jazzband aufgenommen.  Diese ist übrigens auch auf dem Foto unseres Standes auf der Jazzahead zu sehen. Genau wie Mathias Goebel, welcher den Stand bestens betreut hatte.jazzsick-at-jazzahead-web.jpg 

Kilometerfresser…

Die Fahrt zur Jazzahead zwecks Standaufbau begann mit einem echten faux pas. Tagelang hatte ich die Logistik mit zwei gepackten Autos und deren Übergaben genau geplant und war mir sicher, das ich Donnerstag einfach nur noch los fahren muss. In Köln beim Kollegen Lemke angekommen, stelle ich fest, das ich eine Kleinigkeit vergessen habe: Meinen KONTRABASS. Zurück in die Eifel und schon eine Stunde im Zeitplan hinten dran. Ansonsten hat alles gut geklappt. Das Konzert mit Lemke-Nendza-Hillmann in Schwäbisch-Gmünd war sehr, sehr schön. Tolles Publikum, guter Veranstalter. prediger.jpg Und die Band um Jim Black, Marc Ducret und Hank Roberts, welche am selben Abend feinste Musik aufführten, waren auch sehr nett und hatten große Freude an dem von meiner Tante mitgebrachten Käsekuchen. Es geht nichts über schwäbische Soulfood. (Mehr L-N-H gibt es übrigens auf den Hildener Jazztagen und im DLF) Zurück in Bremen spielten wir mit A.tronic im Schlachthof unser Konzert. A.tronic ist im Moment eine spannende Angelegenheit, da mir immer noch nicht ganz klar ist, wie wir die Dichte und Kompaktheit der letzten CD auf die Bühne bringen sollen und ob das in einem jazzigen Umfeld funktioniert. Und so bin ich froh, das wir dieses Programm vor großer Kulisse präsentieren durften. Fazit: Vieles hat gut geklappt, manches sehe ich klarer und an einigen Punkten muss noch gefeilt werden. Nach dem sonntäglichen Chill-out am Jazzsickstand ginge es dann nach Braunschweig, um ein feines Konzert mit Rupert Stamm und Angelika Niescier zu spielen. Nach zwei Tagen kompakter Festival-Sets war es schön, mal wieder etwas ausschweifender spielen zu können. Allerdings wurde die Rückfahrt erheblich durch die Tatsache erschwert, das sich mein Fahrerseitenfenster nicht mehr schliessen lies und die angebrachte Plane (Dank an des Team der Buchhandlung Graff) heftigste Geräusche machte. In etwa so wie eine Flak. Und ab Remscheid dann Gewitter und die bange Frage: Funktioniert der faradaysche Käfig auch bei quasi offenem Fenster?!?

Abschied…

blog-thing.gif  Mein neuer Blogthing-Text ist on-line. Diesmal geht es um den Abschied von meinem Flügel. 

Jazz ahead und mehr…

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Diese Woche steht im Zeichen der Jazzmesse “Jazz Ahead” in Bremen. Wir werden mit jazzsick records erstmals ein Stand errichten. Dort präsentieren wir unseren neuen Katalog und einen extra angefertigten Messe-Sampler. Außerdem haben wir eine Kaffee-Maschine am Stand. Ich selber werde zunächst Donnerstag vor Ort sein. Zwischendrin geht es dann einige hundert Kilometer nach Süden, um Freitag Abend mit Lemke-Nendza-Hillmann in Schwäbisch Gmünd zu spielen. Hier werden wir im “Kulturzentrum Prediger” für die Jazz-Mission spielen und nach uns spielen Hank Roberts-Marc Ducret-Jim Black. Feiner Abend. Samstag geht zurück nach Bremen, um wiederum am Stand zu sein, noch mehr Kaffee zu trinken und vor allem in der Late-Night-Show der Messe mit meiner Band “A.tronic” um 22.30 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof zu spielen. Sonntag ist dann Messe-Apres-Jazz und ,als ob das alles noch nicht reicht, noch ein Konzert in Braunschweig mit Zabriskie Point. Montag wird dann nach geschlafen.

Jetzt…

…hat es doch etwas gedauert mit dem Rückblick auf die vergangenen Wochen. Zunächst war der erste Teil unserer Lemke-Nendza-Hillmann-Tour eine runde Sache. Trotz gebrochenem Geigenbogen in Magdeburg und einigen Polizei-Blitzern. Hier etwas Presse:

(…) Enormer Puls und Energie (…)Westfälische Post

(…)Und das deutsche Trio, im langjährigen Zusammenspiel zu einem erfindungsreichen und abenteuerlustigem Team gereift, brillierte mit waghalsigen Soli, filigranen Improvisationen und rasanten Rhythmen, die bei ihren Zuhörern auf offene Ohren stießen.Siegener Zeitung

(…) Das Ensemble spielte auf hohem Niveau und zeigte sich experimentierfreudig sowie risikobereit, vorbehaltlos an die Grenzen zwischen ethnischer Inspiration und virtuoser Improvisation heranzugehen.(…)General Anzeiger Bonn

(…) Vielfalt war das Programm des Abends, in die ganz unterschiedliche Stile einflossen, viel Experimentelles und Ungewohntes war zu hören, und stets überzeugten Virtuosität und Musikalität der vier Jazzer.Volksstimme Magdeburg

(…) Bewegendste Momente waren seine (Hillmanns) Duette mit Nendza: Geistreiche musikalische Unterhaltungen zweier Ausnahmeerscheinungen. Großer Applaus für dieses “demokratische Kollektiv” (Hillmann), zwei Zugaben.Hessische Allgemeine

Mit dabei zwei wunderbare Geiger: Dominique Pifarély und Zoltan Lantos. Beides ganz unterschiedliche und einzigartige Charaktere, welche sich wunderbar in den Gruppensound einbringen. Dank auch an unseren Chef-Booker Johannes Lemke, der mit unglaublicher Energie das Ganze erst möglich gemacht hat und zudem auch für den Rest des Jahres schon einiges an Terminen erkämpft hat. Und auch die neue CD wird mit zwei Gästen im Spätsommer in Angriff genommen. Endlich eine wirkliche Working-Band mit der Betonung auf Band.

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Dann war im Februar auch noch das Finale vom “Neuen Deutschen Jazzpreis” in Mannheim. Hier wurden Angelika Niescier und ich mit unseren Freunden vom Streichquartett kaj:kaj: aus über 200 Projekten ausgewählt, um unserer kammermusikalische Musik vor großer Kulisse zu spielen. Schlussendlich sind wir dann zwar “nur” Dritte geworden, aber der Abend war eine gut organisierte Angelegenheit, bei dem das Publikum jedem Programmteil mit Respekt und Aufmerksamkeit begegnete. Solch schöne Festivalabende würde man sich als Musiker öfter wünschen. Dank an das Team der IG-Jazz und den Kurator Joachim Kühn.

Die Presse-Kritik zum “Jazzpreis” war recht unterschiedlich. Das Volker Doberstein im “Jazzpodium” mein Stück für das Streichquartett als “ideenlos” bezeichnet, ist geschenkt (Ich persönlich finde das Stück im Sinne der Selbstkritik allerdings eher zu ideenreich), das er aber der Band des Gewinners Frederik Köster völlig überzogen (natürlich negativ gemeint) “Hochschulniveau” bescheinigt, spricht entweder für das enorme Niveau an deutschen Jazz-Hochschulen oder für die Kränkung eines Kritikers, dem das Publikum bei der Wahl seines (und übrigens auch meines) Wunschkandidaten Carsten Daerr nicht folgen wollte. Ansonsten muss ich sagen, das mir mit so viel sprachlicher Gewandtheit und spürbarer Liebe zur Musik geschriebene Kritiken dann doch trotz der kritischen Bemerkungen nicht unsympathisch sind. Auch wenn ich viele Eindrücke nicht teile, finde ich es im Kern respektvoll, als “erwachsener” Musiker nicht mehr mit dem “Ewigen-Deutschen-Nachwuchsbonus” versehen zu werden. Und das wollten wir doch….

Am 14.4 kann man Ausschnitte des Abends auf SWR2 hören. 

 

 

 

 

Jazz gucken…

blog-thing.gif Mein neuer Blogthing-Text ist on-line. Diesmal geht es um das Thema “Jazz gucken”.Ich werde auch versuchen, im der kommenden Woche einen kleinen Rückblick zum, mit Lemke-Nendza-Hillmann-Tour und Jazzpreis-Finale, erreignisreichen Februar zu schreiben.Einen kleinen Vorgeschmack gibt es HIER