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Kilometerfresser…
Die Fahrt zur Jazzahead zwecks Standaufbau begann mit einem echten faux pas. Tagelang hatte ich die Logistik mit zwei gepackten Autos und deren Übergaben genau geplant und war mir sicher, das ich Donnerstag einfach nur noch los fahren muss. In Köln beim Kollegen Lemke angekommen, stelle ich fest, das ich eine Kleinigkeit vergessen habe: Meinen KONTRABASS. Zurück in die Eifel und schon eine Stunde im Zeitplan hinten dran. Ansonsten hat alles gut geklappt. Das Konzert mit Lemke-Nendza-Hillmann in Schwäbisch-Gmünd war sehr, sehr schön. Tolles Publikum, guter Veranstalter.
Und die Band um Jim Black, Marc Ducret und Hank Roberts, welche am selben Abend feinste Musik aufführten, waren auch sehr nett und hatten große Freude an dem von meiner Tante mitgebrachten Käsekuchen. Es geht nichts über schwäbische Soulfood. (Mehr L-N-H gibt es übrigens auf den Hildener Jazztagen und im DLF) Zurück in Bremen spielten wir mit A.tronic im Schlachthof unser Konzert. A.tronic ist im Moment eine spannende Angelegenheit, da mir immer noch nicht ganz klar ist, wie wir die Dichte und Kompaktheit der letzten CD auf die Bühne bringen sollen und ob das in einem jazzigen Umfeld funktioniert. Und so bin ich froh, das wir dieses Programm vor großer Kulisse präsentieren durften. Fazit: Vieles hat gut geklappt, manches sehe ich klarer und an einigen Punkten muss noch gefeilt werden. Nach dem sonntäglichen Chill-out am Jazzsickstand ginge es dann nach Braunschweig, um ein feines Konzert mit Rupert Stamm und Angelika Niescier zu spielen. Nach zwei Tagen kompakter Festival-Sets war es schön, mal wieder etwas ausschweifender spielen zu können. Allerdings wurde die Rückfahrt erheblich durch die Tatsache erschwert, das sich mein Fahrerseitenfenster nicht mehr schliessen lies und die angebrachte Plane (Dank an des Team der Buchhandlung Graff) heftigste Geräusche machte. In etwa so wie eine Flak. Und ab Remscheid dann Gewitter und die bange Frage: Funktioniert der faradaysche Käfig auch bei quasi offenem Fenster?!?