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Archive für April 2009
Jazz ahead und mehr…
20.4.2009 von André Nendza.

Diese Woche steht im Zeichen der Jazzmesse “Jazz Ahead” in Bremen. Wir werden mit jazzsick records erstmals ein Stand errichten. Dort präsentieren wir unseren neuen Katalog und einen extra angefertigten Messe-Sampler. Außerdem haben wir eine Kaffee-Maschine am Stand. Ich selber werde zunächst Donnerstag vor Ort sein. Zwischendrin geht es dann einige hundert Kilometer nach Süden, um Freitag Abend mit Lemke-Nendza-Hillmann in Schwäbisch Gmünd zu spielen. Hier werden wir im “Kulturzentrum Prediger” für die Jazz-Mission spielen und nach uns spielen Hank Roberts-Marc Ducret-Jim Black. Feiner Abend. Samstag geht zurück nach Bremen, um wiederum am Stand zu sein, noch mehr Kaffee zu trinken und vor allem in der Late-Night-Show der Messe mit meiner Band “A.tronic” um 22.30 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof zu spielen. Sonntag ist dann Messe-Apres-Jazz und ,als ob das alles noch nicht reicht, noch ein Konzert in Braunschweig mit Zabriskie Point. Montag wird dann nach geschlafen.
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Jetzt…
8.4.2009 von André Nendza.
…hat es doch etwas gedauert mit dem Rückblick auf die vergangenen Wochen. Zunächst war der erste Teil unserer Lemke-Nendza-Hillmann-Tour eine runde Sache. Trotz gebrochenem Geigenbogen in Magdeburg und einigen Polizei-Blitzern. Hier etwas Presse:
(…) Enormer Puls und Energie (…)Westfälische Post
(…)Und das deutsche Trio, im langjährigen Zusammenspiel zu einem erfindungsreichen und abenteuerlustigem Team gereift, brillierte mit waghalsigen Soli, filigranen Improvisationen und rasanten Rhythmen, die bei ihren Zuhörern auf offene Ohren stießen.Siegener Zeitung
(…) Das Ensemble spielte auf hohem Niveau und zeigte sich experimentierfreudig sowie risikobereit, vorbehaltlos an die Grenzen zwischen ethnischer Inspiration und virtuoser Improvisation heranzugehen.(…)General Anzeiger Bonn
(…) Vielfalt war das Programm des Abends, in die ganz unterschiedliche Stile einflossen, viel Experimentelles und Ungewohntes war zu hören, und stets überzeugten Virtuosität und Musikalität der vier Jazzer.Volksstimme Magdeburg
(…) Bewegendste Momente waren seine (Hillmanns) Duette mit Nendza: Geistreiche musikalische Unterhaltungen zweier Ausnahmeerscheinungen. Großer Applaus für dieses “demokratische Kollektiv” (Hillmann), zwei Zugaben.Hessische Allgemeine
Mit dabei zwei wunderbare Geiger: Dominique Pifarély und Zoltan Lantos. Beides ganz unterschiedliche und einzigartige Charaktere, welche sich wunderbar in den Gruppensound einbringen. Dank auch an unseren Chef-Booker Johannes Lemke, der mit unglaublicher Energie das Ganze erst möglich gemacht hat und zudem auch für den Rest des Jahres schon einiges an Terminen erkämpft hat. Und auch die neue CD wird mit zwei Gästen im Spätsommer in Angriff genommen. Endlich eine wirkliche Working-Band mit der Betonung auf Band.
Dann war im Februar auch noch das Finale vom “Neuen Deutschen Jazzpreis” in Mannheim. Hier wurden Angelika Niescier und ich mit unseren Freunden vom Streichquartett kaj:kaj: aus über 200 Projekten ausgewählt, um unserer kammermusikalische Musik vor großer Kulisse zu spielen. Schlussendlich sind wir dann zwar “nur” Dritte geworden, aber der Abend war eine gut organisierte Angelegenheit, bei dem das Publikum jedem Programmteil mit Respekt und Aufmerksamkeit begegnete. Solch schöne Festivalabende würde man sich als Musiker öfter wünschen. Dank an das Team der IG-Jazz und den Kurator Joachim Kühn.
Die Presse-Kritik zum “Jazzpreis” war recht unterschiedlich. Das Volker Doberstein im “Jazzpodium” mein Stück für das Streichquartett als “ideenlos” bezeichnet, ist geschenkt (Ich persönlich finde das Stück im Sinne der Selbstkritik allerdings eher zu ideenreich), das er aber der Band des Gewinners Frederik Köster völlig überzogen (natürlich negativ gemeint) “Hochschulniveau” bescheinigt, spricht entweder für das enorme Niveau an deutschen Jazz-Hochschulen oder für die Kränkung eines Kritikers, dem das Publikum bei der Wahl seines (und übrigens auch meines) Wunschkandidaten Carsten Daerr nicht folgen wollte. Ansonsten muss ich sagen, das mir mit so viel sprachlicher Gewandtheit und spürbarer Liebe zur Musik geschriebene Kritiken dann doch trotz der kritischen Bemerkungen nicht unsympathisch sind. Auch wenn ich viele Eindrücke nicht teile, finde ich es im Kern respektvoll, als “erwachsener” Musiker nicht mehr mit dem “Ewigen-Deutschen-Nachwuchsbonus” versehen zu werden. Und das wollten wir doch….
Am 14.4 kann man Ausschnitte des Abends auf SWR2 hören.
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